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Partikeln in indogermanischen Sprachen [*]

Rosemarie Lühr (Jena)


 

1 Einleitung

In den altindogermanischen Sprachen existieren Partikeln, die nahezu zu allen Wortarten treten1. Es gibt jedoch eine Teilklasse, bei der a priori keine Partikel zu erwarten ist. Es handelt sich um Personalpronomina in Subjektsfunktion. Denn da die altindogermanischen Sprachen Subjekts-pro-drop-Sprachen sind, wird ein einfaches Pronomen als Subjekt nur gesetzt, wenn es besonders hervorgehoben ist. D. h., eine Verstärkung ist hier eigentlich unnötig. Im Normalfall hat die Distribution von Nullpronomen und Subjektspronomen mit der informationsstrukturellen Funktion von Personalpronomina zu tun: Geht man von der Sprechsituation aus, so sind einerseits Sprecher und Adressat vorhersagbare Referenten und damit informationsstrukturelle Topiks. Zur Artikulation ist dann wenig Aufwand notwendig, weshalb unter "topic-anaphoricity" Nullform oder Enklise "natürlich" sind (Haiman 1985; Bresnan 1998; Lühr 2006). Andererseits können Personalpronomina im Falle einer "shifting reference" (Bresnan 2001, 2001a; Lühr 2006, 2007) wie rahmenbildende Elemente fungieren und einen Wechsel des Standpunkts2 oder Kontrasttopiks anzeigen (vgl. Jacobs 2001).

In Subjekts-pro-drop-Sprachen ist also eine weitere Hervorhebung des Subjektspronomens der 1. und 2. Person durch eine Partikel überflüssig. Kommen aber bei Personalpronomina dennoch Partikeln vor, bieten sie interessante Einblicke in die Kombinatorik von Partikeln. Ein solcher Fall ist das Latein: In der altlateinischen Komödie erscheint neben Nullpronomen und einfachem Personalpronomen3 als Subjekt auch ein durch ein Enklitikum, hier einen Intensivierer, verstärktes Pronomen. Man hat so einen dreigliedrigen Satz von Pronominalformen:

(1) 0-Pronomen Personalpronomen durch Partikeln verstärktes Personalpronomen  
  ego egomet 'ich'
  tu tute 'du'

Für das Latein lässt sich nun zeigen, dass das Personalpronomen mit einem Intensivierer versehen ist, wenn in medialen Konstruktionen das Subjektspronomen vor dem obliquen Reflexivpronomen steht:

D. h., die Merkmale [-hr] ('es gibt keine höhere thematische Rolle') und [+lr] ('es gibt eine niedrigere thematische Rolle') sind für die Intensivierung von Pronomina in lateinischen Reflexivkonstruktionen relevant (vgl. dazu Kaufmann 2003: 146). Da es also offensichtlich auch in Subjekts-pro-dop-Sprachen Gründe für die Verstärkung von Personalpronomina mit Partikeln gibt, soll nun eine weitere Gebrauchsweise von Subjektspronomina mit Partikeln in altindogermanischen Sprachen betrachtet werden. Wir beschränken uns dabei auf die im Diskurs wichtigsten Personen, auf den Sprecher und Adressat, also auf die Pronomina der 1. und 2. Person Singular (Plural). Nun kommt, wenn man sich mit Partikeln in altindogermanischen Sprachen beschäftigt, immer die Sprache auf die Wackernagel-Partikeln. Daher gehen wir als erstes auf die Wackernagel-Klitika ein. Zweitens behandeln wir die Verbindung Subjektspronomen der 1. und 2. Person mit und ohne Partikel zunächst anhand des Altindischen, weil in dieser Sprache Betonungsunterschiede in der Schrift angezeigt werden und bei diesen Subjektspronomina unbetonte und betonte Partikeln erscheinen. Diese unterschiedliche Betonung wird drittens mit der Informationsstruktur in Zusammenhang gebracht. Darauf wenden wir uns dem Griechischen, das ebenfalls unbetonte und betonte Partikeln kennt, zu, darauf dem Hethitischen und Lateinischen. Auch für diese Sprachen fragen wir nach der Funktion der Partikeln, die sich mit Subjektspronomina der 1. und 2. Person verbinden.


2 Wackernagel-Klitika

Betrachtet man nun die Wackernagel-Klitika im Altindischen, so gibt es zunächst Wackernagel-Klitika 1 und Wackernagel-Klitika 2: Wie Keydana (2008a, 2008b, 2009), aufbauend auf Hale (1987, 1996) und Hock (1989, 1996), gezeigt hat, folgt Typ 1 immer dem ersten Wort eines Satzes, außer wenn die Topik-Position besetzt ist. Ein Beispiel für die Zweitstellung eines Klitikums, hier des Pronomens asya, ist (3) – die Beispiele stammen zumeist aus dem ältesten altindischen Denkmal, dem metrisch gebundenen Rigveda (RV):

In (4) und (5) hat man Drittstellung des Pronomens. Gegenüber (3) beruht diese Stellung hier auf Topikalisierung, in (4) steht eine XP und ein wh-Wort voraus und in (5) eine XP mit der Partikel cid 'sogar':

4
5

Nach Keydana (2008a, 2008b, 2009) sind die Wackernagel-Klitika 1 so Elemente, die in die erste prosodische Phrase eines Satzes aufgenommen werden, d. h. Typ 1 erscheint am rechten Rand der linken Peripherie.

Vom Typ 1 unterscheiden sich die Wackernagel-Klitika 2 dadurch, dass sie stets hinter dem ersten phonologischen Wort eines Satzes zu finden sind (vgl. (6) mit einer unbetonten Partikel, vā 'oder').

Ein dritter Wackernagel-Klitika-Typ besteht aus Partikeln wie der schon genannten Partikel altindisch cid 'sogar':

cid ist hier Fokuspartikel, die ihrer Domäne eine maximale oder minimale Position auf einer aus den Alternativen gebildeten Skala zuweist.6

Solche Wörter sind aber Klitika zu der Konstituente, die sie hervorheben (vgl. Hale 1987: 45). Wenn sie an der zweiten Satzstelle vorkommen, modifizieren sie Wörter an der Satzspitze, an die die XP oder Teile davon hinbewegt worden sind (vgl. Keydana 2008a: 5f.). Da also Wörter wie cid enklitisch in ihrer XP sind, werden sie nicht zu den Wackernagel-Klitika im eigentlichen Sinn gerechnet (vgl. Krisch 1990: 65).

Eine andere Gliederung der satzeinleitenden Kette geben Hock (1989: 219) und Schäufele (1996: 457). Sie setzen ein Template wie in (8) an:

(8) NEXUS X /PTCL /PRO    
      - accent + accent - accent + accent
  0 1 2 3 4 5

Während sich NEXUS, hier átha, auf die Satzkonnektoren vor dem Satz bezieht, bilden die Positionen 1 bis 5 die satzeinleitende Kette. Davon seien die Positionen 2 bis 4 die Wackernagel-Position. Jede dieser Positionen könne auch leer sein, X in Position 1 aber sei ein betontes Wort, hier kím. Bemerkenswert ist Position 3 in (8) mit einem betonten Wort in der Wackernagel-Kette: Im Altindischen, das, wie bemerkt, betonte und unbetonte Wörter genau unterscheidet, treten Partikeln in der zweiten Satzposition also auch betont auf:


7

Für Partikeln in der satzeinleitenden Kette gibt es also im Altindischen verschiedene Betonungsmuster. Wir sprechen daher im Folgenden nicht mehr, wie weithin üblich, von Wackernagel-Enklitika, sondern von betonten und unbetonten Wackernagel-Partikeln. Wie verhält es sich nun mit der Distribution von 0-Pronomen, Pronominalausdruck und Pronominalausdruck + Partikel hinsichtlich Betontheit und Unbetontheit dieser Partikel? Wir beziehen uns im Folgenden auf die in 1. beschriebenen Partikeltypen und gliedern auch die betonten Partikeln nach diesen Typen, doch sind die betonten Partikeln im Gegensatz zu den unbetonten Partikeln phonologische Wörter. Beide Partikeltypen + pronominales Bezugswort besetzen, wenn sie an der Satzspitze stehen, die Spezifizierer-Position im diskursfunktionalen Slot (= Df-slot) an der linken Peripherie. Df0 ist dabei der funktionale Kopf (Keydana 2009: 2):

Abbildung 1

Wie die unbetonten und betonten Wackernagel-Partikeln hier genau interagieren, bleibt Gegenstand weiterer Forschung.


3 Distribution von 0-Pronomen, Pronominalausdruck und Pronominalausdruck + Partikel im Altindischen

2.1 0-Pronomen

Die unmarkierte Verwendung ist zweifellos das 0-Pronomen bei Sprecher und Adressat. Das zeigt gleich der allererste Satz des Rigveda. In der satzeinleitenden Kette erscheint keine Partikel, sondern ein Substantiv und ein Verb ohne Personalpronomen:

2.2 Pronominalausdruck

Pronominalausdrücke treten häufig bei Kontrasttopiks auf, wie in den folgenden Aufforderungssätzen – semantisch bezeichnet das Kontrasttopik ein "subset of a given discourse" (Steube 2008), wie es bei den Ausdrücken für Sprecher und Hörer gegeben ist:

Auch sonst finden sich Pronominalausdrücke in Aufforderungssätzen:

Daneben hat man Pronominalausdrücke bei besonderer Hervorhebung in Nebensätzen, und zwar hinter der Konjunktion:

Was ist nun das Gemeinsame der Belege (13) bis (15) mit einfachem Pronominalausdruck? In diesen Fällen tritt das Pronomen tvám 'du' mit einem Vokativ auf. Der Pronominalausdruck erscheint im Satz hinter betonten und unbetonten Wackernagel-Partikeln, (ū) ṣú '(und) fein' bzw. 'oder'. Auch die Konjunktion ca 'wenn' gehört zu den unbetonten Wackernagel-Partikeln; denn sie steht regulär an der zweiten Stelle im Satz und ist so vom (unbetonten) Wackernagel-Partikel-Typ 2 (vgl. Hettrich 1988: 255). Sie befindet sich in (15) hinter dem ersten phonologischen Wort, evā́ 'so', das die Topikposition einnimmt (vgl. dazu Keydana 2008a: 4). In (13) bis (15) haben also die Wackernagel-Partikeln andere Wörter als Personalpronomina als linkes Element.

2.3 Pronominalausdruck mit Partikeln

2.3.1 Unbetonte Partikeln

Anders verhält es sich in den folgenden Beispielen: Die unbetonte Wackernagel-Partikel erscheint hinter dem Personalpronomen. Zunächst kommt in (16) das Personalpronomen unmittelbar vor der schon in (15) genannten Wackernagel-Partikel-Typ 2 ca 'wenn' an der Satzspitze vor (vgl. Klein 1985a: 247). Das Pronomen ist somit ebenso wie evā́ 'so' in (15) in der Topikposition lokalisiert:

8 9

Eine weitere unbetonte Wackernagel-Partikel-Typ 2 ist ha. Man findet sie nach allen Wörtern, die den Satz beginnen können10. Die Partikel bleibt zunächst unübersetzt:

11 12

Auch mit Stellung vor einem konjunktionalen wh-Wort ist die Verbindung tváṃ ha belegt:

Gleiches gilt für Relativsätze mit wh-Wort als Relativpronomen: tváṃ ha befindet sich an der Satzspitze:

tváṃ ha erscheint hier im Df-slot und yád (18) bzw. yáṃ (19) in Spec, CP. Daneben verbinden sich die unbetonten unechten Wackernagel-Partikeln-Typ 3 mit dem Personalpronomen, also die Partikeln, die zusammen mit der XP topikalisiert werden:

Wie gesagt, kommen solche Verbindungen auch im Satz vor:

13

2.3.2 Betonte Partikeln

Während die bislang besprochenen Partikeln mit vorstehendem Personalpronomen unbetont waren, nämlich ca und ha als echte Wackernagel-Partikeln und cid als unechte Wackernagel-Partikel, sind die folgenden Partikeln als eigenständige phonologische Wörter betont, nämlich caná 'auch', evá 'vor allem' und aṅgá 'gerade'. Nach Delbrück (1888: 22f.) verhalten sie sich wie Wackernagel-Partikeln-Typ 2, also wie die Wörter, die nach dem ersten phonologischen Wort im Satz auftreten. Vgl. mit caná 'auch':

14

Auch mit Personennamen erscheint caná:

Mit evá 'vor allem' + Personalpronomen:

15

Und mit aṅgá 'gerade':

16

Auch die betonte Partikel íd zählt man zu den Wackernagel-Partikeln-Typ 2: In der Tat erscheint íd 'gerade' in (26) hinter dem ersten phonologischen Wort eines Satzes:

17

Doch kommt íd auch mit Mittelstellung des Bezugswortes vor:

Einmal ist auch das Personalpronomen tvám mit íd im Satzinnern bezeugt.

Das heißt: íd fungiert im Altindischen als unechte Wackernagel-Partikel, also vom Typ 3, ebenso aṅgá. Delbrück ist hier also zu korrigieren.

Vgl. aber (30) mit aṅgá wiederum hinter dem ersten Wort des Satzes:

Vgl. auch ápi 'auch' + Personalpronomen im Satz:

18

Vergleicht man nun die Stellung der Pronominalausdrücke, zunächst der ohne und mit Partikel, miteinander, so erscheint bloßes tvám wie in den Belegen (13) bis (15) zumeist nicht an der Satzspitze. Bei den Pronominalausdrücken für die 1. und 2. Person mit Partikel kommt dagegen ein Teil an der Satzspitze und ein Teil an der Satzspitze und im Satz vor, und zwar ist der Pronominalausdruck mit unbetonter Partikel stets an der Satzspitze zu finden, während ein Pronominalausdruck mit betonter Partikel teils an der Satzspitze, teils im Satz steht. Das heißt: Die Subjektspronomina mit unbetonten Partikeln des Typs 2 nehmen jeweils die Topik-Position ein, es ist die Spezifizierer-Position der DfP. Auch Subjektspronomina mit betonten Wackernagel-Partikeln-Typ 2 besetzen diese Position (vgl. Abbildung 1). Daneben sind die unbetonten wie die betonten Wackernagel-Partikeln-Typ 3 + Subjektspronomen auch im Satz belegt. Der Unterschied zwischen Subjektspronomen und unterschiedlichen Partikeltypen lässt sich demnach bereits formal festlegen. Dennoch soll nun nach einer funktionalen Rechtfertigung gesucht werden; es wird geprüft, ob diese Distribution mit der Informationsstruktur begründet werden kann.


3 Informationsstrukturelle Analyse

3.1 Unbetonte Partikeln

Von den unbetonten Partikeln steht die Partikel ha, wie bemerkt, stets hinter dem ersten Wort des Satzes. Da nach Delbrück (1878: 76) "[die Inder] [...] den Satz mit starker (vielleicht hoher) Betonung [begannen] und die Stimme gegen das Ende hin sinken [ließen]", könnte man vermuten, dass durch ha das erste Wort des Satzes, hier das Personalpronomen, besonders hervorgehoben wird und so Fokuscharakter erhält (vgl. Sleeth 1941: 46). Wie aber die Verwendung von ha in der altindischen Prosa zeigt, erscheint diese Partikel, wenn in Erzählungen eine neue Stufe der Narration erreicht wird. So findet sich ha häufig bei Verben des Sagens:

Es handelt sich um Deklarativsätze, die der Fortführung der Narrationslinie einer Handlung in örtlicher, zeitlicher, personeller, perspektivischer Hinsicht dienen. Dabei wird ein Wandel der Diskurssituation bezeichnet19. Zuweilen kommt auch ein deutlicher Gegensatz zum Ausdruck:

ha kann also mit 'aber' wiedergegeben werden. Auch in der Dichtung ist ha in Verbindung mit einem Personalpronomen in Deklarativsätzen so aufzufassen:


In gleicher Weise kann tváṃ ha vor einem appositiven Relativsatz interpretiert werden: In (19) bringt der Relativsatz eine gegenüber dem Aufforderungssatz veränderte Perspektive zum Ausdruck. Als Übersetzung bietet sich 'freilich' an:

Des Weiteren ist tvám vor ca als Einleitung eines Konjunktionalsatzes belegt:

Vergleichbar könnten Konstruktionen wie der bairische Beleg (34) sein:

(34) Du wennst mi nimmer mogst, dann ... (Liedtext der Alpenschnaxler)

Das Subjekt ist hier, wie oben zum Altindischen ausgeführt, in die Spezifizierer-Position der DfP (SpecDfP) topikalisiert – bei der gesamten Konstruktion spricht Bayer (2001: 14–16) von "emphatischer Topikalisierung". Doch dient ca im Altindischen sonst der bloßen Satzanknüpfung, also der Fortführung der Narration mit neuer Information.

Schließlich erscheint das Subjektspronomen tvám in Verbindung mit der Fokuspartikel cid. Im Deutschen würden wir (20) übersetzen

Perspektivenwechsel und Fortführung der neue Information enthaltenden Narration mit Wackernagel-Partikel-Typ 2 und Fokus mit Wackernagel-Partikel-Typ 3 sind also die informationsstrukturellen Einheiten, die durch einen Pronominalausdruck + unbetonter Partikel an der Satzspitze bezeichnet werden.

3.2 Betonte Partikeln

Was nun die betonten Partikeln bei Pronominalausdrücken angeht, so muss es einen Grund geben, warum ein Sprecher anstelle der unbetonten Partikeln bei Subjektspronomina der 1. und 2. Person betonte Partikel wählt. Vergleichbar ist die genannte "emphatische Topikalisierung" im Bairischen neben der unmarkierten Wortstellung:

(34b) Wennst du mi nimmer mogst, dann ...

In anderem Zusammenhang wurde gezeigt, dass betonte Partikeln in der Satzeinleitung in der Tat eine wichtige den Diskurs betreffende Funktion haben ( Lühr 2009a: 183): Sie deuten darauf hin, dass der Adressat aufgefordert wird, eine bestimmte Wissensbasis zu aktivieren, die für den weiteren Diskurs mehr oder weniger zentral benötigt wird. Ganz sicher kommt der betonten Partikel diese Funktion zu; sie lässt sich im Deutschen außer mit den Konjunktionen 'denn, nämlich' mit der Abtönungspartikel 'ja' wiedergeben:

Von diesem Gebrauch mit betonter Partikel ausgehend erscheint der Versuch legitim, auch anderen betonten Partikeln eine solche Funktion zuzuweisen. So ist auf ähnliche Weise íd in einer Partikelkette belegt:

20

An dieser Stelle wird der angesprochene Sachverhalt sowohl durch íd vā́ (u) als auch durch adverbiales satyám 'mit Recht' als bekannt gekennzeichnet.

Ebenso kann man nun den Begründungssatz (26) mit den Partikeln íd 'eben' und 'nämlich, denn, ja' hinter dem Subjektspronomen interpretieren:

D. h., íd ist ein freier Fokus im Sinne von Féry (2007). Die Stellung des Personalpronomens + íd ist dabei nicht auf die Satzspitze beschränkt. Wie bemerkt, handelt es sich um eine Wackernagel-Partikel-Typ 3. Vgl. mit Personalpronomen tvám + íd im Satzinnern:

Ebenso mit ápi:

An der Satzspitze findet sich die Verbindung Subjektspronomen der 1. und 2. Person + betonte Partikel wiederum in:

mit evá:

mit aṅgá:

Gegenüber unbetontem cid hat man hier also betonte Fokuspartikeln. Der Gegensatz unbetonte Fokuspartikel – betonte Fokuspartikel, d. h. der Gegensatz zwischen cid vs. íd, ápi, caná, evá, aṅgá spiegelt sich dabei im Deutschen wider:

(37a) Auch MARIAF hat Kuchen gegessen.
(37b) MARIAT AUCHF hat Kuchen gegessen. (Féry 2007: 3)

Während unbetontes auch Fokuspartikel mit additiver Bedeutung ist, fungiert betontes auch als freier Fokus21 und Maria als Topik. D. h., wird ein Personalpronomen mit einer betonten Fokuspartikel verbunden, wird in besonderem Maße "Gegebenheit" signalisiert, und zwar sowohl durch die Partikeln caná, evá in der Wackernagel-Position als auch durch die Partikeln íd, ápi, aṅgá, die mit ihrem pronominalen Bezugswort auch im Satzinnern vorkommen können.


4 Griechisch

Auch im Griechischen kommen unbetonte und betonte Partikeln mit den Subjektspronomina für die 1. und 2. Person vor. Solche Partikeln sind häufig bei Kontrasttopiks belegt. Zunächst besteht die Möglichkeit, Kontrasttopiks durch Personalpronomina zu bezeichnen, die mit enklitischen Partikeln versehen sind, wie ἔγωγε gegenüber unerweitertem ἔγω

Vor ἔγωγε kann auch eine adversative Konjunktion stehen; in (39) korreliert αὐτὰρ ἔγωγε 'aber ich' mit vorausgehendem ἀλλὰ σὲ μὲv 'doch dich aber':

Auch erweiteretes τύvη 'du' kommt mit einer adversativen Partikel, δε, vor:

Daneben findet sich unerweitertes σύ, kombiniert mit unbetontem γε, hinter adversativem ἀλλά 'aber'. Es handelt sich um eine Aufforderung:

Auch betonte Partikeln werden zur Verstärkung einer Aufforderung eingesetzt, wie μέv in Verbindung mit der Konjunktion ἀλλά 'aber':

Daneben ist die betonte Partikel πέρ bei Kontrasttopiks bezeugt:

Am Satzanfang bilden die Verbindungen ἀλλὰ σὺ einen Fuß des Hexamters. Die betontenWackernagel-Partikeln-Typ 2 μὲv und πέρ eröffnen den nächsten Fuß (42), (43); Gleiches gilt für ἀλλὰ σύ und folgendes γ' ἐv mit Elision von ε in unbetontem γε vor unbetontem ἐv (41). Auch die erweiterten Subjektspronomina der 1. und 2. Person mit unbetonter Wackernagel-Partikel fügen sich in die Quantitäten des Hexameters, τύvη δ' oἰωvoῖσι (40). Die Wahl zwischen unbetonter und betonter Wackernagel-Partikel ist also nicht funktional motiviert, sondern metrisch. In beiden Fällen werden Kontrasttopiks bezeichnet.


5 Hethitisch

Das Hethitische verfügt über Wackernagel-Partikeln-Typ 2, die Satzpartikeln. Sie erscheinen also stets hinter dem ersten Wort des Satzes. Es sind (1) die Quotativpartikel ‑wa(r‑), (2) die Reflexivpartikel ‑za, (3) die enklitischen Personalpronomina, und (4) die Lokalpartikeln ‑an, ‑ap(a), (a)šta, ‑kan, and ‑šan22. Wenn mehrere davon in einem Satz auftreten, kommen sie einer bestimmten Reihenfolge vor:

(44)
Host 1 2 3 4 5 6
akkzentuiertes Wort (+ ‑a ‑ya) ‑wa(r) ‑naš
‑šmaš
23
‑a‑ (z. B. ‑aš, ‑an, ‑at, ‑e, ‑uš)24 ‑mu, ‑ta/‑du, ‑še/i25 -za ‑an
-apa
‑ašta
‑kan
‑šan
akkzentuiertes Wort (+ ‑a/ ‑ma)            
nu, ‑šu, ‑ta            

Findet sich am Satzanfang ein sogenanntes "akkzentuiertes" Personalpronomen26, folgt darauf die Wackernagelpartikel, in (45) ‑ma. Sie hat u.a. die Funktion, ein Kontrasttopik zu bezeichnen (vgl. Hoffner/Melchert 2008: 397):


In (46) zeigt sich darüber hinaus eine Vorkommensweise, die nur das Subjektspronomen der 1. und zweiten Person als Subjekt betrifft, und zwar die Verbindung mit der Reflexivpartikel ‑za. Dieser Gebrauch begegnet in Sätzen mit vorhandendem oder zu erschließendem Verb 'sein'; er findet sich vornehmlich im Junghethitischen. Vgl. auch:

Vergleichbar ist die Verwendung des als Reflexivpronomen fungierenden Pronomen der 3. Person bei stativischen Verben im Altenglischen:

(48a) Wulfstan, Polity 251 §14:
On ӕnom slӕperne restan heom ӕtsomne
In dormitorio omnes dormiant
'In einem Schlafraum ruhten sie zusammen'

(48b) Daniel 695:
sӕtom him ӕt wine
'Sie sassen beim Wein'

Im Hethitischen sind alle Partikeln, die sich mit Subjektspronomina der 1. und 2. Person verbinden, unbetont. Betonte Partikeln gibt es hier nicht. Während ‑ma beim Subjektspronomen zur Auszeichnung des Kontrasttopiks dient, signalisiert die Reflexivpartikel ‑za bei diesen Pronomina eine nur mit Sprecher- und Adressaten verbundene stativische Subjektsperspektive.


6 Latein

Wie bemerkt, kann im Latein das Subjektspronomen der 1. und 2. Person durch die Partikel ‑met bzw. ‑te verstärkt werden. Darüber hinaus finden sich besonders in der altlateinischen Komödie oder in Briefen Partikeln. Sie sind unbetont. So erscheint oft in Entgegnungen vero hinter einem Personalpronomen:


Bei vero 'aber' handelt es sich um eine Wackernagel-Partikel-Typ 2. Das Wort erscheint in der Regel an der zweiten Stelle des Satzes27.

Auch unbetontes quidem28 kann sich mit Subjektspronomina der 1. und 2. Person verbinden:


Ferner unbetontes quoque 'auch'29:


Und unbetontes item:

30

Möglicherweise gehört auch idem 'zugleich, auch, ebenso'31 hierher:

Quoque, quidem, item und idem sind dabei vom Wackernagel-Partikel-Typ 3. Betonte Partikeln hinter Subjektspronomina der 1. und 2. Person besitzt das Lateinische ebenso wenig wie das Hethitische.


7 Fazit

Als Subjekts-pro-drop-Sprachen setzen die altindogermanischen Sprachen das Personalpronomen nur, wenn es eine diskursgrammatische Funktion hat. Kommt noch eine Partikel hinzu, treten die diskursiven Funktionen deutlicher hervor: Im Altindischen befinden sich Subjektspronomina der 1. und 2. Person und unbetonte und betonte Wackernagel-Partikel-Typ 2 in der Topik- und damit Spezifikator-Position der DfP. Unbetonte Wackernagel-Partikeln-Typ 2 sind ha, ca, betonte Partikeln in der Wackernagel-Position caná, evá. Für das Altindische wurde angenommen, dass die Wahl zwischen unbetonter und betonter Partikel nicht willkürlich ist. Es wurde gezeigt, dass beim Subjektspronomen der 1. und 2. Person die unbetonten Wackernagel-Partikeln-Typ 2 Perspektivenwechsel und Fortführung der Narration mit neuer Information vermitteln, während die betonten dem Subjektspronomen die informationsstrukturelle Einheit Topik zuweisen und das Merkmal "Gegebenheit" verstärken. Die Partikeln selbst sind dann Foki. Ausgangspunkt für diese Funktionszuweisung war bei den betonten Partikeln die Partikel 'weil, denn, ja'. Eine unbetonte Wackernagel-Partikel-Typ 3 ist cid, betonte sind íd, ápi, evá, aṅgá. Sie treten nur innerhalb ihrer XP auf, die XP kann jedoch als Ganzes topikalisiert sein. Die Funktion der unbetonten Wackernagel-Partikel-Typ 3 ist Fokusierung, die der betonten Topikhervorhebung.

Der unbetonte Wackernagel-Partikel-Typ 2 steht dabei im Dienst mehr größerer informationsstruktureller Einheiten, nämlich der Diskursstruktur Narration; dies gilt auch für die betonten Partikeln dieses Typs: Sie intensivieren an der Satzspitze hinter einem Subjektspronomen der 1. und 2. Person das Topikmerkmal "Gegengebenheit".

Ein anderes Bild ergibt sich im Griechischen. Zwar hat das Griechische auch betonte und unbetonte Partikeln, im homerischen Griechisch werden diese Partikeln jedoch nach metrischen Erfordernissen mit Subjektspronomina der 1. und 2. Person verbunden. Beide Partikelarten intensivieren den Kontrast bei Konstrastopiks, an den Personalpronomina beteiligt sind.

Demgegenüber kennt das Hethitische keine betonten Partikeln in Verbindung mit Personalpronomina. In der satzeinleitenden Partikelkette, die der Wackernagel-Position in anderen indogermanischen Sprachen entspricht, findet sich bei Kontrasttopiks ‑ma und bei prädikativen stativischen Strukturen nur in Verbindung mit "betonten" Subjektspronomina für Sprecher und Adressat im Junghethitischen die Reflexivpartikel ‑za. Sie bezeichnet eine stativische Subjektsperspektive.

Eine Unterscheidung der unbetonten Wackernagel-Partikeln nach den Typen 2 und 3 hat aber wieder das Lateinische, vero bzw. quoque, quidem, item, idem. Auch in dieser Sprache erscheinen keine betonten Partikeln bei den Subjektspronomina der 1. und 2. Person.

An der Verbindung von Partikeln mit Personalpronomina für Sprecher und Adressat sind also mehrere Faktoren beteiligt: Semantik, Informationsstruktur, Wortstellung und Prosodie. Dabei vertreten diese Pronomina eine Wortart, die aufgrund ihrer grammatischen Bedeutung eigentlich keine Partikeln benötigt. Doch sind diese Partikeln hier nur scheinbar ein überflüssiger Zusatz. Denn es können je nach Partikeltyp informationsstrukturell bedingte Funktionsunterschiede entstehen.


Anmerkungen

* Einem anonymen Gutachter verdanke ich wertvolle Hinweise. back

1 Ein solches Wort ist z. B. altgriech. περ 'sehr, ganz'. Die Präpositionen und Interjektionen ausgenommen, erscheint περ bei Homer bei jeder Wortart. Nach Capelle/Risch (1968: 466) verbindet sich περ aber wohl nicht mit finiten Verben. back

2 Weil Personalpronomina eine wichtige Diskursfunktion haben, stehen sie im Deutschen in mündlicher oder informeller Rede häufig im Vorfeld (vgl. Speyer 2007). back

3 Der folgende Gebrauch ist für die Umgangssprache, insbesondere die Komödie, typisch: Personalpronomina werden bei besonderer Betonung, und zwar immer bei (ausgesprochenen oder nur gedachten) Antithesen, in lebhaften Anreden oder Aufforderungen, in Entgegnungen und Antworten oder in Verbindungen mit anderen Pronomina gebraucht. Für Hofmann/Szantyr (1965: 173) ist "ihre Gegenüberstellung das Normale in der lebhaften Wechselrede des Alltags", da "die 1. und 2. Personen die Akteure der Unterredung" sind (vgl. auch Menge 2000: 92). back

4 Vgl. Hale (1987: 42): "WL clitics take second position defined before the topicalization, but after WH-movement places - in COMP". back

5 Zur Überprüfung von Hales (1987: 42) These, die Drittstellung beruhe auf der Topikalisierung einer Phrase vor das wh-Wort, vgl. Keydana (2008a). back

6 Solche skalaren Fokuspartikeln sind in der Regel zusätzlich restriktiv wie dt. nur oder additiv wie dt. auch (vgl. Steube/Sudhoff 2007). back

7 vā́u: Klein (1978: 154). back

8 Gegenüber tvám kāmáyāse steht bei dem Imperativ éhi kein Pronomen. back

9 Das Personalpronomen erscheint hier im wenn-Satz, während der imperativische Hauptsatz kein Pronomen aufweist. Ohne Partikel kommt bei Imperativen das Personalpronomen auch sonst vor:

back

10 Der normale Gebrauch ist: topikalisiertes Personalpronomen + Wackernagelpartikel im ersten Satz; darauf folgt dann das 0-Pronomen:

back

11 Zu ha týad 'bekanntlich' vgl. Grassmann/Kozianka (1996: 552f.). Vgl. auch:

Ferner vgl. RV 1,63,4–7.
Zu gha vgl.:

back

12 Zum Satzanfang vgl. auch:

back

13 Nach Delbrück (1888: 528) hebt auch vorangestelltes utá die Aussage hervor:

back

14 Zur Verwendung im bejahten Satz vgl. Delbrück (1888: 544); Grassmann/Kozianka (1996: 435). back

15 Grassmann/Kozianka (1996: 301, 6): evá hebt das hervorgehende Wort hervor, so dass von dem dadurch ausgedrückten oder angedeuteten Begriff in vollem oder vorzüglichem Maße die Aussage gilt. Vgl. auch:

back

16 Grassmann/Kozianka (1996: 13): tvám aṅgá 'kein anderer (mehr) als du, nur du, du gerade'. Vgl. auch:

back

17 Nach Grassmann/Kozianka (1996: 205) hebt íd den durch das vorhergehende (betonte) Wort bezeichneten Begriff hervor, indem es ausdrückt, dass die Aussage diesem Begriffe in vollem oder hervorragendem Sinn zukommt, auch dann, wenn man es nicht erwartet. Vgl. hinter einem Vokativ:

back

18 ápi 'sogar, auch' steht meistens hinter seinem Bezugswort (vgl. Delbrück 1888: 525; Grassmann/Kozianka 1996: 96). back

19 Zu vergleichbaren Fällen mit Verberststellung im Althochdeutschen vgl. Hinterhölzl/Petrova/Solf (2006: 153–168); Petrova/Solf (2008: 332); Axel (2007: 153–161). back

20 vā́u: Klein (1985b: 202). back

21 Vgl. Kuchen hat Maria AUCH gegessen. back

22 Laroche (1958: 161); Friedrich (1960: §288). back

23 Pronomen der 1. und 2. Person Plural Akkusativ, Dativ, Pronomen der 3. Person Plural Dativ. back

24 Pronomen der 3. Person Singular, Plural Nominativ und Akkusativ. back

25 Pronomen der 1. und 2. Person Singular Dativ, Akkusativ. Pronomen der 3. Person Singular Dativ-Lokativ. Die Pronomina der Slots 2 und 4 schließen einander aus, Slot 2 enthält Pluralformen, Slot 4 Singularformen. Im Junghethitischen zeigen sich hier Veränderungen (Hoffner/Melchert 2008: 411). back

26 In der Vorstufe des Hethitischen wird ein einfacher Konsonant durch einen wortinitialen Akzent auf *e geminiert (Melchert 1994: 7). back

27 Menge (2000: 92, 606). back

28 Nach Menge (2000: 234) steht enklitisches quidem zur affirmativen Betonung des vorhergehenden Wortes und bedeutet 'jedenfalls, gewiss, sicherlich, zumindest'. back

29 Quoque 'auch, ebenso' steht immer hinter dem Wort, auf das es sich bezieht (vgl. Menge 2000: 593). back

30 Menge (2000: 593). back

31 Georges (1967: 24). back


Literatur

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